Das mobile Sauerstoffgerät

Tragbare Sauerstoffgeräte erleichtern täglich das Leben zahlreicher Menschen. Diese kleinen und mobilen Geräte erfreuen sich aktuell einer wachsenden Beliebtheit. Seit einigen Jahren werden sie nicht nur zu medizinischen Zwecken eingesetzt, sondern ebenfalls von Hochleistungssportlern und anderen Personengruppen verwendet. Dabei wird grundsätzlich zwischen stationären und mobilen Geräten unterschieden.

Auf dem Markt haben sich zahlreiche unterschiedliche Geräte etabliert, die jeweils individuelle Vor- und Nachteile mit sich bringen. Eines der am häufigsten verwendeten Geräte ist dabei der sogenannte Sauerstoffkonzentrator. Beim Kauf dieser Geräte sollte jedoch einiges beachtet werden, um den größtmöglichen Nutzen aus ihnen ziehen zu können. Darüber hinaus müssen einige bürokratische Hürden überwunden werden, um eine Finanzierung der Sauerstoffgeräte durch die gesetzlichen Krankenkassen zu erreichen. Obwohl diese grundsätzlich vom Gesetzgeber zur Förderung dieser oftmals lebensnotwendigen Geräte verpflichtet wurden, versuchen noch immer viele Anbieter, die dadurch entstehenden Kosten zu umgehen.

Was ist ein mobiles Sauerstoffgerät?

Als Sauerstoffgerät wird eine Vielzahl unterschiedlicher Hilfsmittel bezeichnet, die im Rahmen einer Sauerstoff-Langzeittherapie eingesetzt werden. Dabei sollen sie vor allem den Patienten über einen längeren Zeitraum mit zusätzlichem Sauerstoff versorgen. Dies erreichen Sauerstoffgeräte auf unterschiedliche Weise. Darüber hinaus werden Sauerstoffgeräte ebenfalls für eine kurzfristige Sauerstoffzufuhr verwendet. Diese hat sich sowohl in der Notfallmedizin als auch in vielen gesellschaftlichen Bereichen weit verbreitet.

Mobile Sauerstoffgeräte sind in der Lage, den benötigten Sauerstoff unabhängig vom Aufstellungsort zur Verfügung zu stellen. Außerdem können diese Geräte mit einem vergleichsweise geringen Aufwand mitgeführt werden. Vielerorts haben sich dabei die Begriffe Sauerstoffbar und Sauerstoffdusche etabliert.

Nutzer setzen sich bei der Verwendung dieser Geräte einen Mundaufsatz auf und atmen anschließend ein Gasgemisch ein, das bis zu 99 % aus reinem Sauerstoff besteht. Einige Modelle stellen jedoch nur 50-prozentigen Sauerstoff bereit. Das Atmen dieser sauberen Luft hat sehr positive Auswirkungen auf die Gesundheit und kann dadurch das Wohlbefinden nachhaltig beeinflussen. Durch das leichte Gewicht und ein handliches Design wird maximaler Komfort bei der mobilen Anwendung ermöglicht.

Was ist ein mobiler Sauerstoffkonzentrator?

Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Formen von Sauerstoffgeräten. Einige von diesen filtern den Großteil aller Stoffe aus der Umgebungsluft heraus, um einen besonders hohen Sauerstoffgehalt zu erreichen und andere versorgen den Anwender direkt mit reinem Sauerstoff. Ein Sauerstoffkonzentrator hingegen reichert die Umgebungsluft mit Sauerstoff an und erleichtern dem Anwender dadurch das Atmen.

Aus diesem Grund werden diese Geräte häufig von Patienten eingesetzt, die regelmäßig auf die Zufuhr von frischem Sauerstoff angewiesen sind. Daher stellt der Sauerstoffkonzentrator eines der wichtigsten Hilfsmittel bei einer Sauerstoff-Langzeittherapie dar. Darüber hinaus werden diese Geräte auch in der Luftfahrt eingesetzt. Sie verhindern in Kabinen, die nicht unter Druck stehen, einen akuten Sauerstoffmangel. Außerdem werden diese Geräte auch in der Aquaristik und in Gasbrennern eingesetzt.

Tragbare Sauerstoffkonzentratoren wiegen im Gegensatz zu stationären Modellen gerade einmal zwei bis fünf Kilogramm. Zusätzlich werden sie mit Akkumulatoren betrieben und haben dadurch eine Einsatzdauer von bis zu acht Stunden. Hauptsächlich sollen diese handlichen Geräte den Betroffenen ermöglichen, wieder am alltäglichen Leben teilnehmen zu können. Viele Sauerstoffkonzentratoren können auch in Flugzeugen mitgeführt und sogar mithilfe eines Adapters in einem Kraftfahrzeug aufgeladen werden. Häufig wird dabei eine Sauerstoffkonzentration von 96 Prozent erreicht.

Worin unterscheiden sich ein Sauerstoffgerät und ein Sauerstoffkonzentrator?

Verbraucher müssen beim Kauf sehr vorsichtig sein, da es aufgrund der ähnlichen Begrifflichkeit schnell zu Verwechslungen kommen kann. Viele Menschen glauben, dass Sauerstoffgeräte und Sauerstoffkonzentratoren zwei Begriffe für die gleiche Maschine wären. Tatsächlich stimmt diese Aussage nur in einigen wenigen Situationen. Bei Sauerstoffgeräten handelt es sich nämlich um die übergeordnete Bezeichnung für viele unterschiedlich funktionierende Modelle. Ein Sauerstoffkonzentrator hingegen ist ein spezielles Gerät, das die Umgebungsluft mit Sauerstoff anreichert.

In der Praxis wird häufig zwischen diesen beiden Begriffen nicht streng unterschieden. Dennoch unterscheiden sich Sauerstoffkonzentratoren in einigen wichtigen Punkten von sonstigen Sauerstoffgeräten. Beide Modelle können in einer mobilen Variante erworben werden, um jederzeit mit frischem Sauerstoff versorgt zu werden. Der Sauerstoffkonzentrator verfügt jedoch in der Regel über eine deutlich geringere Sauerstoffzufuhr als andere Geräte. Während ein durchschnittliches Sauerstoffgerät eine Sauerstoffkonzentration von 99 Prozent mithilfe einer Sauerstoffzufuhr von zehn bis 15 Litern pro Minute. Sauerstoffkonzentratoren erreichen aufgrund einer Sauerstoffzufuhr von zwei bis vier Litern pro Minute lediglich eine Konzentration von bis zu 96 Prozent. Gleichzeitig verfügen sie im Gegensatz zu einem durchschnittlichen Sauerstoffgerät über eine deutlich höhere Nutzungsdauer.

Wofür wird ein Sauerstoffgerät benötigt?

Tragbare Sauerstoffgeräte werden hauptsächlich im Rahmen einer Sauerstoff-Langzeittherapie verwendet. Dabei müssen die Patienten täglich über mehrere Stunden diese Geräte verwenden und Luft mit einem hohen Sauerstoffgehalt einatmen. Diese Therapie wird standardmäßig bei allen Krankheiten angewendet, bei denen ein schwerer chronischer Sauerstoffmangel im arteriellen Blut festgestellt wurde. Auf diese Weise wird sowohl die Lebensdauer als auch die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert.

Der Sauerstoffmangel wird hauptsächlich durch eine Verengung oder eine Überblähung der Atemwege verursacht. Dies tritt vor allem bei einem Emphysem oder bei COPD auf. Darüber hinaus können auch zahlreiche andere Krankheiten wie ein Umbau des Lungengewebes, Lungenembolien oder Lähmungen der Atemmuskulatur die Verwendung dieser Geräte erforderlich machen. Insbesondere Menschen mit einer operativen Teilentfernung der Lunge oder Herzfehlern benötigen ein Sauerstoffgerät, um genügend Sauerstoff aufnehmen zu können.

Darüber hinaus hat sich vor allem in den letzten Jahren zunehmend die private Nutzung dieser Geräte in vielen Bereichen etabliert. Zahlreiche Menschen erhoffen sich durch das Einatmen von besonders sauerstoffreicher Luft eine bessere Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff zu erreichen. Auf diese Weise versprechen sich viele Menschen eine deutliche Leistungssteigerung. Deshalb werden Sauerstoffgeräte vielerorts auch von Hochleistungssportlern, Wissenschaftlern und Managern verwendet, um besonders leistungsfähig zu bleiben. Außerdem profitieren vor allem Menschen, die in einer Großstadt leben, von den positiven Eigenschaften der sauberen Luft auf Ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden.

Was sind die Unterschiede zum stationären Sauerstoffgerät?

Stationäre und mobile Sauerstoffgeräte unterscheiden sich in einigen wesentlichen Merkmalen. Obwohl beide Varianten dieser Hilfsmittel für die Bereitstellung von Sauerstoff verantwortlich sind, sollten Sie dennoch abwägen, welches Gerät für Sie am besten geeignet ist.

Einer der deutlichsten Unterschiede ist die Transportierbarkeit der Modelle. Bei einer medizinischen Anwendung müssen die Betroffenen meist mehrere Stunden an einem Ort verharren und die mit Sauerstoff angereicherte Luft einatmen. Das mobile Gerät ermöglicht Ihnen dabei, sich frei zu bewegen und auch anderen Tätigkeiten nachzugehen.

Dieser enorme Vorteil geht jedoch mit einigen Nachteilen einher. Unter anderem werden viele Geräte mit Akkumulatoren betrieben, die regelmäßig aufgeladen oder ausgetauscht werden müssen. Darüber hinaus sind mobile Modelle meist deutlich kostspieliger und erreichen dabei eine geringere Leistung. Während stationäre Modelle eine Sauerstoffkonzentration von 99 Prozent erreichen, ist mit mobilen Geräten lediglich eine Konzentration von bis zu 96 Prozent möglich.

Diese Nachteile werden in den meisten Fällen jedoch von der deutlich höheren Lebensqualität aufgewogen. Mobile Geräte sind überaus leicht und schränken das Leben der Nutzer kaum ein.

Worauf sollte beim Kauf dieses Geräts geachtet werden?

Beim Kauf eines Sauerstoffgeräts sollte vor allem dessen voraussichtlicher Verwendungszweck beachtet werden. Die Atemluft weist einen Sauerstoffanteil von 21 Prozent auf. Bei kleineren gesundheitlichen Einschränkungen kann deshalb bereits ein Sauerstoffgerät mit einer Sauerstoffkonzentration von 50 Prozent eine große Hilfe darstellen. Menschen mit einer schweren Erkrankung sowie Patienten, denen größere Teile der Lunge entfernt wurden, benötigen in der Regel jedoch eine deutlich höhere Sauerstoffkonzentration.

Einen weiteren wichtigen Aspekt stellt das Gesamtgewicht der Geräte dar. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass ein geringeres Gewicht Sie in Ihrem Alltag deutlich weniger einschränkt. Häufig geht dieses jedoch mit einem geringeren Gesamtvolumen und einer geringeren Nutzungsdauer einher, dass Verbraucher stets abwägen müssen.

Wie viel kostet ein mobiles Sauerstoffgerät?

Die Kosten dieser oftmals lebensnotwendigen Geräte sind stark von deren technischen Aspekten abhängig. Kleine Modelle mit einem Gesamtvolumen von drei bis fünf Litern sind bereits für 300 bis 500 Euro erhältlich. Eine vollständige Sauerstoff-Langzeittherapie lässt sich mit diesen Geräten jedoch nicht durchführen, da sie maximal für wenige Minuten genutzt werden können.

Patienten mit schweren Atemproblemen benötigen in den meisten Fällen ein Sauerstoffgerät mit einer Nutzdauer von mindestens zwei Stunden. Teilweise wird sogar eine tägliche Nutzung von bis zu acht Stunden empfohlen. In diesen Fällen wird stets ein fortschrittliches Modell mit ca. 16 Akkuzellen inklusive den erforderlichen Sauerstoffzellen benötigt. Bereits das Gerät selbst verursacht dabei nicht selten Kosten in Höhe von über 3.5000 Euro.

Darüber hinaus entstehen bei regelmäßiger Verwendung durch den Verbrauch der Sauerstoffzellen wiederkehrende Kosten. Durchschnittlich kann dabei mit einem Preis von zehn Euro pro sechs Liter Sauerstoff gerechnet werden. Durch einen Bedarf von lediglich sechs Litern pro Tag entstehen dadurch bereits regelmäßige Kosten von 300 Euro pro Monat.

Tipps zum Kauf eines mobilen Sauerstoffgeräts

Beim Kauf eines transportierbaren Sauerstoffgeräts sollten Sie vor allem Ihren täglichen Bedarf im Auge behalten. Reduzieren Sie die Auswahl auf jene Angebote, die eine ausreichende Versorgung bieten. Darüber hinaus spielt vor allem das Gewicht eine große Rolle für Sie. Nehmen Sie daher eine gefüllte Wasserflasche mit einem Fassungsvermögen von einem Liter in die Hand und gehen Sie einige Schritte mit dieser in Ihrer Wohnung umher. Steigern Sie das Gewicht nacheinander auf maximal sechs Kilogramm. Dadurch erfahren Sie, mit welchem Gewicht Sie noch problemlos durch die Stadt gehen können. Achten Sie bei der Wahl des passenden Modells nur auf Ihre Bedürfnisse und nicht auf den Preis, da diese Geräte vollständig von der gesetzlichen Krankenkasse finanziert werden müssen.

Gibt es Zuschüsse oder Förderungen von der Krankenkasse?

Auch heute kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Pflichtversicherten. Viele Unternehmen wollen nicht für die hohen Kosten eines Sauerstoffgeräts aufkommen, obwohl bereits das Landessozialgericht in Nordrhein-Westfalen eindeutig bestimmt hat, dass die gesetzlichen Krankenkassen für ein mobiles Sauerstoffgerät zahlen müssen. Dabei ist lediglich erforderlich, dass der Patient das Gerät dringend benötigt. Dies kann durch eine Erkrankung oder die Folgen einer Operation bestimmt sein.

Patienten haben dabei nicht nur Anspruch auf ein beliebiges Gerät, sondern müssen von der Krankenkasse in angemessener Weise versorgt werden. In der Regel stellen die gesetzlichen Krankenkassen lediglich die günstigsten Modelle mit hohem Gesamtgewicht zur Verfügung. Da jedoch gerichtlich bestätigt wurde, dass die Mobilität zu den Grundbedürfnissen zu zählen ist, haben alle Patienten Anspruch auf ein leichtes Gerät, dass den körperlichen Gegebenheiten entspricht.